Geschichtliche

Tradition verpflichtet…

Die Metzgerei Nessier AG steht für eine langjährige Tradition und absolutes Qualitätsbewusstsein. Die vielen erhaltenen Goldmedaillen sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache. Ob für Trockenfleisch, Speck, Rohschinken, Gommer Salami, Gommerli oder die Gommer Hirschwurst: die Metzgerei Nessier AG hat für fast alle Fleischprodukte goldene Auszeichnungen erhalten.


igpDen Grundstein der Firma legte im Jahre 1923 Josef Nessier. Als Bauer war er in der Methode des Fleischtrocknens wohl bewandert. Nach der zusätzlichen Ausbildung eröffnete er noch im selben Jahr in Münster eine Metzgerei.

 

 

 

igpJosef Nessiers Sohn Anton half schon als kleiner Junge im elterlichen Betrieb mit und so war es nicht verwunderlich, dass er sich ebenfalls für diesen Beruf entschied.
1949 trat er ins Geschäft ein und ein knappes Jahrzehnt später übernahm er dieses. Zusammen mit seiner Frau Agnes leitete er den Aufschwung der Firma ein.

 



igp1984 übernahm Sohn Peter mit seiner Frau Rita das Geschäft.
Als Metzgermeister besitzte er das dazu benötigte Know-how für diese Verantwortung. Tragischerweise erkrankte Peter knapp 5 Jahre später an Krebs. Ein ständiger Kampf gegen die Krankheit begann.
2002 erlag Peter schliesslich seiner Krankheit.

 



Nach dem Tod von Peter schickte sich nun die 4.Genaration an, das Familienunternehmen weiterzuführen. Die beiden Söhne Thomas und Marcel, die beide gelernte Metzger sind, brachten den Mut, diese schwere und Verantwortungsvolle Aufgabe, zusammen mit ihrer Mutter Rita zu bewältigen.
Durch die Mithilfe der langjährigen Angestellten, fiel es den jungen "Patrons" ein wenig einfacher, sich in die Rolle der Geschäftsleitung einzuarbeiten. 2003 wurde aus der Einzelfirma eine Familien Aktiengesellschaft gegründet. Die Geschäftsleitung setzt sich zusammen aus Rita, Thomas & Marcel. Zusammen sind die drei Aktiv-Mitglieder ein Team und managen seid der AG-Gründung die Firma Nessier.
Die Metzgerei Nessier ist bis heute ein stattlicher Betrieb mit 20 Angestellten geworden, die wenn immer möglich in der allernächsten Umgebung rekrutiert werden.
Die Metzgerei Nessier AG ist damit einer der bedeutendsten Arbeitgeber im Goms.

Schlachtung

Ein grosser stolz unseres Betriebs ist die eigene Schlachtung. Wir beziehen unser Schlachtvieh von den Bauern aus der Region. Somit können wir sämtliche Qualitäts- und Hygienestandarts selber überwachen und möglichst hoch ansetzen. Wir schlachten in unserem Betrieb Rindvieh, Kälber, Lämmer und sehr vereinzelt auch Schweine. Da es in unserem Gebiet keine Schweinemästereien gibt, sind wir angewiesen die Schweine zuzukaufen. Wir beziehen unser Schweinefleisch aus der Zentralschweiz im Kanton Luzern von der Firma Schnarwiler Rottal- Metzg Ruswil.

Unsere Schlachttiere werden mit Sorgfalt behandelt. Dies fängt schon bei der Anlieferung an. Die Tiere werden durch den Bauern oder durch uns sachgemäss zum Schlachthaus transportiert und anschliessend fachmännisch von unseren Mitarbeitern  geschlachtet.
Hirn und Rückenmark werden nach den hygienischen Vorschriften des Bundesamtes für Veterinärwesen speziell entsorgt. Diese Teile werden einer Spezialfirma zur Entsorgung überbracht, die jene dann durch Verbrennung umweltfreundlich entsorgt.
Wir garantieren, dass das Muskelfleisch nie in Berührung mit Hirn und Rückenmark kommt. Eine Kontamination mit allfälligen Prionen ist somit nicht möglich. Es ist auch jederzeit gewährleistet, dass Hirn und Rückemark bei uns nicht in die Nahrungsmittelkette gelangt.

Zerlegerei

Nach der Schlachtung werden die Schlachtkörper in die Abstandhalle befördert. Dort kühlen sie ab bis die Muskelstarre eingetroffen ist. Anschliessend werden die halben Tiere in die grossen Teilstücke zerlegt.
Von diesem Schritt aus werden den Fleischstücken die Knochen mit grösster Sorgfalt herausgelöst. Dieser Arbeitsschritt erfordert einiges an Erfahrung, damit das Fleisch nicht durch unsachgemässe Messerführung wertvermindert wird. Anschliessend wird das „ausgebeinte“ Fleisch in die gewünschte grösse zugeschnitten. Die Edelstücke werden sorgfältig herausgelöst. Aus den Fleischabschnitten von den „besseren“ Stücken wird nun das Geschnetzelte, Ragout, Hackfleisch und das Wurstfleisch zurechtgeschnitten. Von der Zerlegerei aus, gelangen die Fleischstücke zur weiteren Verarbeitung in die Salzerei, Wursterei und natürlich in die Verkaufsvitrine.

Das nun verkaufsfertig zugeschnittene „Bankfleisch“ wird anschliessend vakumiert. Das heisst, dem Fleisch wird die Luft entzogen und kommt somit bestverpackt in die Lagerung. Die Lagerung des Fleisches ist für eine hohe Qualität des Fleisches sehr wichtig. Dies wird jedoch von Fleischart und Fleischstück individuell angepasst. Grundsätzlich gilt, dass feinfasriges Fleisch vom Hinterviertel (HV) länger gelagert wird, als jenes vom Vorderviertel (VV) das etwas grobfasriger ist.

Wursterei

Die modern eingerichtete Wursterei ist ein weiterer grosser Stolz unseres Unternehmens. Das sämtliche Fleischprodukte selber hergestellt werden ist zur heutigen Zeit auch keine Selbstverständlichkeit mehr. Um zu gewährleisten, dass wir immer frische Produkte in den Verkauf bringen, ist unsere Wursterei von Montag bis Freitag täglich in Betrieb. Am Mittwoch ist immer unser Rohwursttag. Das heisst, dass wir an diesem Tag sämtliche Trockenwürste herstellen. Unsere bekannteste Rohwurst ist übrigens das „Gommerli“ aber dies nur so nebenbei… Die Wursterei ist eine Abteilung mit unbegrenzten Möglichkeiten und zwischendurch entsteht über die Zwischen-Saison plötzlich eine neue Rohwurst die dann nicht mehr aus dem Sortiment zu denken ist. Wie z.B. das „Nessier-Salametti“ oder ganz neu, die Baumnuss-Wurst! Die zahlreichen Auszeichnungen für die verschiedensten Rohwürste, sprechen diesbezüglich auch eine deutliche Sprache für unser Qualitätsbewusstsein.


Wie wird die Wurst gemacht?

Im so genannten Blitz oder Fachmännisch auch Kutter genannt wird das Brät hergestellt. Durch Zugabe von Fleisch, Speck, Eis, Salz und Gewürzen, wird ein feines geschmeidiges Brät gewonnen. In der Wursterei unterscheiden wir zwei Arten von Brät. Wie bereits beschrieben gibt es die feine, geschmeidige Wurstmasse für z.B. Wienerli, Cervelas oder die Kalbsbratwurst.
Im weiteren gibt es das "grobe" Brät für z.B. Schweinsbratwurst, Saucisson, Zungenwurst oder natürlich auch für die Hauswurst
Wenn die Wurstmasse fertig hergestellt ist, wird diese in eine weitere Maschine gefüllt. Die vollautomatische Wurstfüllmaschine ist heutzutage ein Hightech Gerät für die Wurstherstellung. Das Fingerspitzengefühl für das richtig feste füllen der Därme besitzen unsere  Wursterei-Mitarbeiter schon lange. Auch wenn dies leicht aussieht würde es doch einem Laien so manche Wurst in die Luft wirbeln…

Fleischtrocknerei

Das Herzstück unseres Betriebes ist die Fleischtrocknerei. Da unser Betrieb auf Walliser Spezialitäten ausgerichtet ist, benötigen wir auch eine gewisse Grösse an Räumlichkeiten für diese zum Teil lange andauernden Reifeprozesse durchführen zu können. Insgesamt ist unsere Trocknerei in 3 Räume eingeteilt. Ein Raum benötigen wir für den luftgetrockneten Walliserspeck, einer für die Trocknungsphase unserer Rohwürste und letztlich den grössten Raum für die Reifung des Walliser Trockenfleisch und den Rohschinken. Alle Räume werden klimatisch belüftet um somit die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu erhalten. Die Luft wird von aussen maschinell angezogen und im Trocknungsraum umgewälzt. Dies ermöglicht stabilere Verhältnisse und erlaubt eine bessere Kontrolle während dieser heiklen und wichtigen Reifungsphase, die je nach Gewicht und Umfang der Stücke 5 bis 16 Wochen dauert.

igpDas Walliser Trockenfleisch ist ein geschütztes Produkt. Das Pflichtenheft verlangt für das Siegel IGP (geschützte Geographische Angabe), dass das Rohmaterial aus der Schweiz stammen muss. Die ausgesuchten Stücke sind alle vom Stotzen junger Kühe. Eckstück, Unterspälte, runder Mocken, runde sowie flache Nuss. Sie werden zuerst von Fett und Sehnen befreit. Anschliessend salzt man sie und lässt das Fleisch die Aromen von Lorbeer, Wachholder und Pfeffer aufnehmen. Nach 1-5 Wochen (entscheidend sind immer Gewicht und Umfang der Stücke)  wäscht man diese, stülpt einen Strumpf darüber. Es erfolgt anschliessend der Umröteprozess. Dann eine erste Trocknungsphase in einem gut durchlüfteten Raum. Nach etwa einer Woche wird der Strumpf vom Fleisch gezogen, das Stück in ein Netz verpackt und gepresst. Bei dieser Pressung geht es vor allem darum, die Feuchtigkeit vom Kern der Stücke etwas nach aussen zu drücken, um eine regelmässige Trocknung zu erreichen. Durch die Pressung wird zudem das Fleisch in eine handlichere Form gebracht. Während der weiteren Trocknungsphase bildet sich um das Stück ein feiner Edelschimmel. Bis zum fertigen Walliser Trockenfleisch verliert das Fleisch bis zu 50% an Wasser und erhält somit den feinen, milden und unverwechselbaren Geschmack vom echten Trockenfleisch.

 

Übrigens, das Walliser Trockenfleisch ist ein vorzüglicher Energiespender und kaum fetthaltig. Diesbezüglich auch bestens geeignet für Schlankheits- und Diätnahrung.


Verkauf

Im Verkauf unterscheiden wir zwei Kundengruppen. Zum Einen ist dies der Engros-Kunde und zum anderen der Detail-Kunde. Unter Engros Kundschaft versteht man die Belieferung der Gastronomie. Unser Betrieb ist grundsätzlich auf den Produkte-Verkauf an die Gastronomie und den privaten Verkauf in unseren Läden spezialisiert. Beste Qualität und Kundennähe ist ein wichtiger Beitrag um das Vertrauen unserer Kundschaft zu gewinnen und zu behalten. Diese Kriterien werden von uns allzeit bestmöglich erfüllt. Ein weiterer Vorteil von uns ist zusätzlich, dass wir Spezial-Wünsche gerne entgegen nehmen und meistens auch ausführen können. Dank täglicher Lieferung, ist die Fleischbestellung  für die Gastronomie praktischer zu erledigen.

Jeden Tag frisches Fleisch – das erfreut auch den Kunden

Für den Engros-Bereich ist übrigens Nessier Thomas verantwortlich. Auch für Reklamationen, welche nur sehr selten vorkommen, dürfen Sie sich an Ihn wenden. „Wo gearbeitet wird, da können sich auch Fehler ereignen… sollte aber trotzdem nicht vorkommen…“ meint Thomas Nessier. Wichtig ist auch, dass eine Beschwerde direkt an die Firma geleitet wird, denn nur so lassen sich diese schnellstmöglich und auf dem einfachsten Weg klären.

Im Goms sind wir übrigens in den meisten Gastronomien als Lieferant vertreten. Sie helfen somit mit, Arbeitsplätze in unserem Betrieb zu erhalten und auch neue zu beschaffen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an alle Kunden von der Metzgerei Nessier AG.

Unsere Privatkunden, die wir in unseren Läden von Münster und Fiesch betreuen dürfen, schätzen wir besonders. Der persönliche Umgang, die Beratung und die Empfehlung sind für jeden Mitarbeiter von uns eine Freude. Jeden Tag beraten wir Sie gerne bestmöglich mit unserm Fachwissen auf ein Neues. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist und bleibt der schönste Erfolg unseres Verkaufs-Teams. Anliegen, Wünsche oder auch Verbesserungsmöglichkeiten, nehmen wir gerne von Ihnen entgegen. Für den Laden in Münster ist übrigens Nessier Thomas verantwortlich und für die Filiale Fiesch Eggs Kurt. Unser Verkaufsladen in Münster wurde im Jahre 2008 komplett neu umgebaut. Ein helles, freundliches und modern-rustikales Fachgeschäft erwartet Sie.

Kommen Sie - und lassen Sie sich inspirieren!

Wussten Sie Übrigens, dass wir auch Privatlieferungen ausführen? Gerne beliefern wir Sie täglich mit bestem Fleisch aus unserer Metzgerei. Für die Lieferung entstehen für Sie keine zusätzlichen kosten, dieser Dienst ist kostenlos. Die Bezahlung erfolgt einfach durch Einzel- oder Monatsrechnung. Fordern Sie doch gleich ein Sortimentsdossier an und lassen Sie sich von unserer Vielfalt überzeugen.

Um diesen Lieferdienst in Anspruch zu nehmen, wenden Sie sich bitte an das Hauptgeschäft in Münster! Tel: 027/ 973 11 21